Die Vermeidung, bzw. Verringerung, von Elektroschrott ist schon seit Jahren ein großes Thema. Es gibt zwar immer mehr Organisationen und Bündnisse, die über die Probleme und Folgen des Elektroschrotts informieren und versuchen, uns aufzuklären, jedoch ist die weltweite Menge an Elektroschrott immer noch enorm.

Die USA liegt mit 7,1 Tonnen Elektroschrott im Jahr 2014 ganz vorne, gefolgt von China mit rund 6 Tonnen. Deutschland liegt leider auch nicht weiter hinten, genauer gesagt, an 4.Stelle.

Wenn man diese Produktion auf die Einwohner des jeweiligen Landes rechnet, liegt China plötzlich gar nicht mehr so weit vorne und Großbritannien kämpft sich an die Spitze — mit 23,5 kg Pro-Kopf-Aufkommen von Elektroschrott.

Im Vergleich zu dem Jahr 2012 hat sich das Pro-Kopf-Aufkommen von Elektroschrott in Deutschland um 1,6 kg pro Einwohner verringert. Das muss aber nicht heißen, dass weniger Elektroschrott produziert wurde, sondern kann auch mit der steigenden Einwohnerzahl zusammenhängen. Fakt ist auf jeden Fall, dass sich mehr, beziehungsweise etwas, ändern muss.

Elektroschrott vermeiden kommt vor dem entsorgen. Der Bedarf an technischen Geräten steigt, da man automatisch glaubt, man brauche diese angeblich besseren, neuen Geräte. Im Endeffekt ersetzen diese jedoch lediglich ältere technische Geräte, die eigentlich noch funktionsfähig sind. Die Folge? Eine Unmenge an Elektroschrott. Für die Umwelt nicht gerade zuträglich — denn in den Elektrogeräten befinden sich viele giftige Stoffe, die uns Menschen und der Natur enormen Schaden zuführen können, besonders wenn man die Geräte nicht fachgerecht entsorgt.

Für eine umweltfreundlich Entsorgung sorgt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz, dessen Regelungen seit 2005 fest im deutschen Gesetz verankert sind. Das Gesetz beinhaltet beispielsweise, dass die jeweiligen Hersteller für die Entsorgung Ihrer Geräte verantwortlich sind und diese zurücknehmen müssen. Für die Rückgabe gibt es Sammelcontainer, in denen die defekten oder alten Geräten dann zum Hersteller gebracht werden. Alternativ kann man sie auch direkt im Laden abgeben.

Exportiert werden dürfen diese Geräte außerhalb der EU allerdings nicht mehr. Das ist auch nur fair, denn die Geräte in Entwicklungsländer zu exportieren und dort zu entsorgen, wie es zum Beispiel die USA macht, ist definitiv nicht korrekt und keine dauerhafte Lösung.

Um die Produktion von Elektroschrott zu vermeiden, können wir Verbraucher darauf achten, weniger zu ersetzen und mehr reparieren zu lassen oder selber reparieren. Auf unserer Seite reparierbar.de können Sie Ihr defektes Gerät beispielsweise zu einem Fachmann schicken, der Ihr Gerät repariert und an Sie zurückschickt. Sie möchten selbst reparieren? In den sogenannten Repair Cafés haben Sie die Möglichkeit, selbst das Werkzeug in die Hand zu nehmen und gemeinsam mit Technikern zu reparieren und sich wertvolle Tipps zu holen — ohne dass Kosten anfallen, denn es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Es gibt also genug Möglichkeiten, Ihre defekten oder alten Geräte wieder auf Vordermann zu bringen. Das könnte also eine Lösung sein. Machen auch Sie mit!

Auf reparatur-revolution.de finden Sie weitere, interessante Beiträge zum Thema Umweltschutz, Reparaturen und Recycling.

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